Unterwegs

Kennst du das? Alles läuft wie geschmiert. Dein Ziel befindet sich bereits in unmittelbarer Nähe. Du hast das Haus zwar nicht überpünktlich, aber dennoch rechtzeitig verlassen. Und dann das…

So ging es mir, neulich auf dem Weg zur nächsten Stadt. Zuerst kam die Baustelle, danach fuhr ein Schwertransporter mit einem Mobilheim vor mir her. Also ging’s auch nicht schneller voran. Und ein Stückchen weiter musste ich wieder anhalten. Warum? Ich musste einfach die Aussicht genießen und ein Foto machen.

Hat sich doch gelohnt, oder?

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Winter im Südosten Irlands

Seit kurzem sinken die Temperaturen auf knapp unter 0 Grad bei Nacht, deshalb ist es morgens ganz schön kühl im Haus. Gut, dass das Haus in dem wir zur Miete leben gut isoliert und einfach zu heizen ist. Wir haben eine Ölheizung und die funktioniert sehr gut. Trotz einer rund 6-monatigen Heizperiode ist der Ölverbrauch nicht allzu hoch. Momentan heizen wir dreimal am Tag: frühmorgens für 2-3 Stunden, mittags (je nach Wetterlage) nochmal 1 Stunde und abends für 1-2 Stunden. Das ist nicht viel, wenn man bedenkt, dass wir den ganzen Tag im Haus sind (wir arbeiten zuhause). Der Verbrauch liegt bei rund 400-500 Liter im Jahr.

Was in Irland sehr unangenehm werden kann im Winter ist der Wind. Da gibt es teils Tage an denen der so richtig um‘s Haus pfeift, das Laufen am Strand gar unmöglich macht und sogar einige Äste in Bewegung bringt oder bricht. Danach liegen hier und dort mehr oder minder große Hindernisse auf den Straßen.

Außerdem gibt es während der Winterzeit viel mehr Niederschlag. Nein, so oft regnet es in Irland auch wieder nicht, zumindest nicht während der wärmeren Jahreszeit 😉 Im Winter dagegen schon. Das ist dann die Zeit in der die Handtücher, die im Gäste-WC und Bad hängen, überhaupt nicht trocknen und deshalb auf jeden Fall täglich gewechselt werden müssen. Wenn wir mit den Hunden von einem regnerischen Spaziergang zurückkommen werden die durch’s Trockenrubbeln mit dem Handtuch kaum trocken. Da muss dann schon der Fön ran.

Im Gegensatz zu Wind und Regen macht uns die Kälte hier nicht so sehr zu schaffen. Nunja, bis auf ein paar Ausnahmen, wie z. B. der Winter in 2010 oder im letzten Jahr. Zudem ist es wunderschön, mitten im Dezember, bei rund 10-15 Grad den Strand entlangzulaufen. Aber darüber gibt es ein anderes Mal mehr.

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Wann gibt es was zu essen – Teil 2

Im ersten Teil ging es hauptsächlich um das Frühstück, heute soll sich alles um das Lunch drehen.

In unserer Familie war das Mittagessen die umfangreichste Mahlzeit. Meine Eltern hatten ihr eigenes Geschäft, die Wohnung lag nur ein paar Treppenstufen entfernt. Im Idealfall hatte meine Mutter oft schon gekocht bis ich von der Schule heimgekommen bin. War die Zeit jedoch zu knapp gewesen, dann ist mein Vater zum Schnellimbiss gefahren um etwas zu holen. Unter Zeitdruck oder nicht, das Mittagessen war immer die Hauptmahlzeit geblieben.

Später, als ich meine eigene Familie hatte, verlagerte sich die große Mahlzeit auf den späten Nachmittag. Das macht eben mehr Sinn, wenn der Mann (außer Haus) arbeiten geht und die Kinder erst um 13:00 oder noch viel später von der Schule nach Hause kommen.

Im Gespräch mit meinen irischen Freunden habe ich erfahren, dass die meisten Iren, die in den Großstädten leben, die Hauptmahlzeit am frühen Abend zu sich nehmen. Dann wird sie jedoch nicht Lunch genannt, sondern Dinner. Einige, die ländlich wohnen (oft Farmer/Bauern) halten teils an der Tradition fest ein größeres Mittagessen zu kochen und abends nur Tea oder Supper zu sich zu nehmen. Was diese beiden Mahlzeiten bedeuten erkläre ich euch in einem meiner nächsten Beiträge.

Die Tageszeit und Größe des Gerichts spielt solange keine Rolle, bis euch jemand zum Essen einlädt 🙂 Wird es ein Full Irish Breakfast, also ein großes Frühstück, geben oder nur ein kleines? Gilt die Einladung für ein Essen um die Mittagszeit, kommt es darauf an was dein Gastgeber unter Lunch versteht. Meistens werden dann Sandwiches und Chips und danach eventuell Kaffee/Tee und Nachtisch serviert. Scheu‘ nicht davor zurück, ihn einfach daraufhin anzusprechen. Schließlich gibt es einiges über die irische Kultur zu erfahren und zu lernen. 😉

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