Dunbrody

Vorgestern ging’s zur Dunbrody, die im Hafen von New Ross, in Co. Wexford liegt.

Wir hatten über’s Wochenende Gäste aus den USA. Und was könnte es da besseres geben, als das berühmte Dunbrody Famine Ship zu sehen — nunja, eine richtig gute Originalkopie! Das Original brachte Tausende von irischen Emigranten nach Nordamerika.

Die original Dunbrody wurde 1845 in Quebec, Kanada gebaut und zwar als Frachtschiff. Der Bau dauerte nur ca. 6 Monate und wurde von dem künftigen Kaptain, John Baldwin, beaufsichtigt.

Das Schiff ging kaum zur See, da brach die Hungersnot aus in Irland. Die Kartoffelernte scheiterte und die Preise von Lebensmitteln schnellten in die Höhe; mehr als eine Million Iren flohen aus Irland. Doch es standen nicht genügend Schiffe für den Transport von Menschen zur Verfügung. Deshalb wurden solche Frachtschiffe mit Kojen ausgestattet, um sie als Passagierschiffe einsetzen zu können. Ein Schiff dieser Größe beförderte zwischen 160 und 300 Passagiere. 1847 brach Dunbrody auf dem Weg nach Quebec den Rekord mit 313 Menschen an Bord.

Besichtigung des Schiffes erfolgt per Schiffsführung. Das Ticket kostet momentan €10 für Erwachsene (Stand Mai 2017). Die Tour startet in dem gegenüberliegenden Gebäude in dem ein kurzer Film über die Geschichte gezeigt wird. Dann geht’s weiter per Führung auf das Schiff. Dort gibt es weitere geschichtliche Hintergründe zu hören und antike alltägliche Gegenstände zu sehen. Als Highlight gibt es eine kleine Aufführung (Berichte zweier Frauen an Bord) die die Besucher auf eine Zeitreise ins 19. Jahrhundert mitnimmt…

Mehr englischsprachige Infos gibt’s unter Dunbrody und Dunbrody Famine Ship Experience (Ireland’s Ancient East)

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Über Carmen

Ich bin, zusammen mit meinem Mann und unserem Hund Rapsy, 2010 nach Irland ausgewandert. Knapp fünf Jahre später haben wir unsere Missy, eine Colliemixhündin, adopiert. Seit 2013 wohnen wir im sonnigen Südosten Irlands. Auf https://4inirland.wordpress.com könnt ihr regelmäßig Beiträge über unser Leben auf der grünen Insel lesen, auf www.carmeninireland.com findet ihr meine Beiträge auch in englischer Sprache.
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